Eröffnung des ersten Teilstücks der Autobahn Frankfurt–Heidelberg

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Adolf Hitler in Frankfurt anlässlich der Einweihung des ersten Reichsautobahnabschnitts am 19. Mai 1935, zeitgenössische Fotografie

Zur Eröffnung des ersten Autobahnabschnittes kam Adolf Hitler am 19. Mai 1935 erneut nach Frankfurt. Mit der Fahrt durch die Stadt erhielt die Bevölkerung Gelegenheit, dem Führer zu danken. Nachdem sich Hitler bereits beim Anstich am 23. September 1933 als Erfinder der Autobahn als kreuzungsfreier Autostraße inszeniert hatte, wurde mit der Eröffnung des ersten Teilstücks endgültig der Mythos von den „Straßen des Führers“ geschaffen. Der Erfinder befuhr das von ihm erdachte Werk.

Tondokument

Widerstandsaktion bei der Eröffnung des ersten Autobahnteilstück der Reichsautobahn; Erzählung von Ludwig Gehm, einem Mitglied der Widerstandsgruppe der ISK; © Archiv des Hessischen Rundfunks


Tatsächlicher Erfnder war der Frankfurter Industrielle Wilhelm Hof gewesen, der seit 1926 seine Idee kreuzungsfreier Autostraßen zielstrebig verfolgt hatte. Er hatte im Frühjahr 1933 Hitler informiert und dieser hatte sich die Idee zu eigen gemacht.

Wilhelm Hoff ist heute vergessen. Der Mythos vom „Führer als Erfinder der Autobahn“ ist hingegen weiterhin lebendig.

Einweihung des ersten Reichsautobahnabschnitts am 19. Mai 1935 in Frankfurt, zeitgenössische Fotografie

Einweihung des ersten Reichsautobahnabschnitts durch Adolf Hitler am 19. Mai 1935 in Frankfurt, zeitgenössische Fotografie


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    Impressum © Stadt Frankfurt am Main. Text erstellt 2003, aktualisiert am: 13.03.2014