Verschüttete im Karmeliterkloster

Druck

Nach dem ersten schweren Luftangriff im Oktober 1943 hatte es zahllose Diebstähle auf die Straße gestellten Hausrats gegeben. Während der Luftangriffe mussten die Haus- und Wohnungstüren unabgeschlossen bleiben, um ausbrechendes Feuer rasch bekämpfen zu können. In Banden organisierte Plünderer suchten die Situation zu nutzen. Neu aufgestellte bewaffnete Wachen patroullierten bei Luftalarm möglichst bis zum Fallen der Bomben und unmittelbar nach Beendigung des Angriffs.

Die nur noch tot geborgenen Verschütteten im Karmeliterkloster waren geblieben, um ihr Hab und Gut zu bewachen.

Die Halle der Karmeliterkirche nach dem 18. März 1944, zeitgenössische Fotografie


Bombenopfer im Karmeliterkloster nach dem 18. März 1944, zeitgenössische Fotografie


Die von Jörg Ratgeb zwischen 1514 und 1517 geschaffenen Fresken im Kreuzgang und im Refektorium des Karmeliterklosters blieben trotz des Einsturzes des Daches erhalten, als einziges der großen Decken- oder Wandgemälde aus der Geschichte der Stadt.

Ein Verschütteter im Karmeliterkloster nach dem 18. März 1944, zeitgenössische Fotografie

Zusätzliche Stichwörter
Ereignisse:  Nachtangriff mit über 1.000 Bombern auf Frankfurt am Main;  

  • Weitere Beiträge zu verwandten Themen
  • Jürgen Steen, Historisches Museum  

    Impressum © Stadt Frankfurt am Main. Text erstellt 2003, aktualisiert am: 03.10.2003