Gedenktafel für Auschwitz-Prozess 1963

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Gedenktafel für Auschwitz-Prozess 1963 am Haus Gallus

Ort
Haus Gallus, Frankenallee 111

Enthüllungsdatum
25.03.2004


Ausführung
Bronzetafel, 195 x 50 cm, Gestaltung: Günter Maniewski


Text der Tafel
Von Dezember 1963 bis August 1965 fand der erste Frankfurter Auschwitzprozess statt, zunächst im Plenarsaal des Römers und – seit April 1964 – hier im Haus Gallus.
Opfer des Konzentrations- und Vernichtungslagers hatten den Prozess gefordert und streitbare Juristen wie Fritz Bauer betrieben die justizielle Aufklärung.
Über 200 Überlebende bezeugten mit ihren Aussagen die Verbrechen der Angeklagten und das in Auschwitz verübte Menschheitsverbrechen. Unermessliches Leid und nicht zu sühnende Schuld kamen an den Tag.
Für die Opfer, für das Heute und das Morgen – vergesst es nie!

Gedenktafel an den Frankfurter Auschwitzprozess aus dem Jahr 1993


Gedenktafel aus dem Jahr 1993 im Foyer des Hauses

Text der älteren Tafel
Hier im Haus Gallus fand die Schwurgerichtsverhandlung in der „Strafsache gegen Mulka und andere“ – der „Frankfurter Auschwitz-Prozeß“ – vom 03. April 1964 bis zur Urteilsverkündung am 19. und 20. August 1965 statt.
Dieser Prozeß war im Dezember 1963 im Planarsaal der Frankfurter Stadtverordneten-Versammlung eröffnet worden.
Dieser Prozeß konfrontierte die deutsche und die Weltöffentlichkeit nicht nur mit der Schuld der Täter, sondern auch mit dem unermeßlichen Leid der Opfer.
Hierdurch hat der Frankfurter „Auschwitz-Prozess“ die Öffentlichkeit aufgerüttelt und den Deutschen ihre Verantwortung vor der Geschichte deutlich gemacht.

Medieninstallation im Haus Gallus


Im Foyer können an einer Medienstation die Aussagen der damaligen Zeugen gehört werden.

 

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    Impressum © Stadt Frankfurt am Main. Text erstellt 2014, aktualisiert am: 26.10.2015