Die NS-Volkswohlfahrt

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Die NSV wurde bereits vor der nationalsozialistischen Machtergreifung gegründet und war mit etwa 17 Millionen Mitgliedern eine der größten und mit der Deutschen Arbeitsfront auch bekanntesten NS-Massenorganisationen. Als eingetragener Verein war die NS-Volkswohlfahrt keine Gliederung der NSDAP.

Verteilung von Spenden des WHV an der Leonhardswerft, 1934

Türplakette der NSV


Ursprünglich als Selbsthilfeverein für Arbeitslose gegründet, erweiterte sich das Aufgabengebiet nach 1933 ständig und zu Lasten der freien Wohlfahrtspflege. Die NSV organisierte das Hilfswerk „Mutter und Kind“, die Kinderlandverschickung und das formal selbstständige Winterhilfswerk (WHW).
Bekannt wurde das WHW vor allem durch den Eintopfsonntag. An jedem ersten Sonntag der Monate Oktober und März sollten die deutschen Familien und Restaurants ein Eintopfgericht verzehren, das pro Kopf nicht mehr als 50 Pfennig kosten sollte. Die eingesparten Gelder wurden dem Winterhilfswerk zur Verfügung gestellt. WHW und Eintopfsonntage waren propagandistische Instrumente zur Stärkung der Volksgemeinschaft. Die Haus- und Straßensammlungen, „freiwillige“ Lohn- und Gehaltsabzüge, Spenden von Firmen und Organisationen usw. erbrachten beachtliche Geldmittel, die zur Finanzierung der NSV aber auch von anderen Parteigliederungen wie HJ oder dem Lebensborn e.V. verwendet wurden.

Aus einer Propagandaschrift des Winterhilfswerkes 1933

Verteilung von Lebensmitteln aus der Sammlung des Winterhilfswerkes an der Leonhardswerft/Eiserner Steg (1933)

Zusätzliche Stichwörter
Institutionen/Orte/Begriffe:  NSV-Kreisamtsleitung Frankfurt;  

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    Impressum © Stadt Frankfurt am Main. Text erstellt 05.07.2003, aktualisiert am: 21.12.2005