Vorwort

2003 ging das Internetportal „Frankfurt 1933-1945“ online. Die Initiative dazu gab der stadtweite Arbeitskreis „Topographie der NS-Zeit in Frankfurt am Main“, der sich 1999 auf Einladung des Kulturdezernates bildete. Das zeitgeschichtliche Portal bietet eine umfassende, vielfältige Recherchemöglichkeit, die kontinuierlich großen Zuspruch erfährt: Inzwischen haben 700.000 Besucher das Wissenskompendium zur NS-Zeit in Frankfurt genutzt. Es erzielt also die breite öffentliche Reichweite, die eine zukunftsorientierte Erinnerungskultur in der Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit braucht.
Getragen wird das Portal von einem stadtweiten Netzwerk, bestehend aus dem Institut für Stadtgeschichte – das seit 2005 die Federführung inne hat –, dem Jüdischen Museum, dem Fritz-Bauer-Institut und zahlreichen lokalen Initiativen, die im Verbund die lokale Geschichte der Jahre 1933–1945 auf aktuellem Forschungsstand darstellen und vermitteln.
Neben der inhaltlichen Aktualisierung und Erweiterung, die ein ständiger Prozess ist, hat das Redaktionsteam die Benutzerfreundlichkeit der Menuführung und dasLayout ansprechend weiterentwickelt. Die Artikel beziehungsweise Bild-, Audio und Videodokumente sind weiterhin chronologisch, topographisch und thematisch differenziert abrufbar. Auch inhaltlich folgt das Portal unverändert einer strukturellen Gliederung nach den Themenbereichen: Vor 1933, NS-System und Alltag, Terror und Verfolgung, Jüdisches Leben und Judenverfolgung, Widerstand, Wirtschaft und Arbeit, Krieg und Zerstörung, Nach 1945. Neu hinzugekommen ist nun der Schwerpunkt Gedenken, in den auch die parallel entwickelte Mobilversion von www.gedenkorte-frankfurt-main.de integriert wird.
„Frankfurt 1933-1945“ soll ein offenes, dynamisches Portal sein. In diesem Sinne sind die Besucher eingeladen, an der inhaltlichen Erweiterung und aktiven Präsentation der Frankfurter Stadtgeschichte teilzuhaben. Das Redaktionsteam nimmt gern Anregungen und Kommentare entgegen. Ich hoffe, dass die Zahl der Nutzerinnern und Nutzer unseres Internetportals „Frankfurt 1933-1945“ weiter zunimmt – und damit das Wissen um die Frankfurter Geschichte der NS-Zeit.

November 2015
Stadtrat Prof. Dr. Felix Semmelroth, Dezernent für Kultur und Wissenschaft

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